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Unsere Leitidee: Fühlen, Handeln, Denken - Unser Weg zur Selbstständigkeit

zu unseren Leitsätzen


 Unser Weg zur Selbstständigkeit


Unterricht und Förderung an der Alfred-Delp-Schule ist durchgängig mit der Zielvorstellung verknüpft, den Schülerinnen und Schülern eine möglichst selbstständige, sinnerfüllte und eigenverantwortliche Lebensführung zu ermöglichen.

Die Begriffe Fühlen, Handeln, Denken zeigen in diesem Zusammenhang grundlegende Zugangsmöglichkeiten aber auch Zugangsnotwendigkeiten auf, um dieses Ziel erreichen zu können.

Einfühlsames Verständnis für die Situation der Schülerinnen und Schüler auf der Seite der Lehrenden ermöglicht eine positive Beziehungsebene, die Voraussetzung ist für ein Lernen unter erschwerten Bedingungen. Schülerinnen und Schüler lernen, sich in einer für sie gestalteten Umgebung wohl zu fühlen und sie entwickeln Vertrauen zu den Lehrkräften im Schulalltag. Eine wichtige Voraussetzung für eine offene Lernbereitschaft wird so entwickelt.

Der Begriff des Fühlens greift darüber hinaus eine wichtige elementare Fähigkeit auf, die den Zugang zur Welt erst ermöglicht. Ohne die Fähigkeit, Sinneseindrücke über die Haut zu strukturieren, entwickelt sich die Vorstellung von Gegenständen und deren Beschaffenheit kaum. Eine differenzierte vestibuläre und taktile Wahrnehmung ist grundlegend für die kognitive Entwicklung.

Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule sind auf handlungsbezogenes Lernen in möglichst realen Lernsituationen angewiesen. Handlungsorientiertes Lernen erweitert die kognitiven und sozialen Fähigkeiten. Voraussetzung hierfür ist, dass das Handlungsergebnis als Ganzes sichtbar wird und die einzelnen Handlungsschritte bewusst werden. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch das Besprechen einer Aufgabe und das sich nach der Handlung anschließende Gespräch. Es entwickelt Vorstellungen und Strukturen, führt so zu kognitiven Entwicklungen. Die Entwicklung kognitiver Strukturen ist auf den handelnden Umgang mit Dingen, Aufgaben und Problemen angewiesen. Operationen des Denkens entwickeln sich aus der Handlung heraus. Das bedeutet für erfolgreiche Lernprozesse, dass diese immer wieder mit Handlungen verknüpft werden müssen. In der Handlung entwickeln sich die ersten Strukturen begrifflicher Erfahrung. Nachfolgend kommt es schrittweise zur Verinnerlichung, Systematisierung und zur sprachlichen Kodierung dessen, was zuerst handelnd erarbeitet worden ist.
fühlen
handelndenken


Beobachtet man die Entwicklung des kindlichen Denkens, so sieht man, dass, ausgehend von einfachen Handlungsschemata, diese sich mehr und mehr differenzieren und immer komplexere und beweglichere Systeme herausbilden. Dabei dominiert beim kleinen Kind und bei vielen unserer Schülerinnen und Schüler noch zur Zeit der Einschulung das Handeln über das Denken. Das Kind interessiert sich nicht für die Beziehung zwischen den Dingen als solchen, sondern für die konkreten Ergebnisse des Tuns. Im Laufe der Entwicklung wird jedoch im Handeln des Kindes der Erkenntnisteil immer wichtiger. Das Nachdenken strebt einer logischen Ordnung zu, die immer systematischer und zusammenhängender wird.


Lernen an der Alfred-Delp-Schule heißt, ein Repertoire von Handlungs- und Denkmitteln zu erhalten, mit dessen Hilfe Schülerinnen und Schüler Probleme und Situationen ihres Alltags selbstständig bewältigen können. Unterricht geht daher möglichst durchgehend von Problemen aus, die sich im Laufe praktischer Tätigkeiten stellen. Das Spektrum reicht von kleinen, für den entsprechenden Lernanlass konstruierten Aufgabenstellungen (bzw. fiktiven Problemstellungen) bis hin zu komplexen Problemstellungen aus der realen Arbeitswelt.


Für alle Schulstufen stellt sich die Aufgabe einer bestmöglichen Lebensvorbereitung als selbstständiges Handeln in alltäglichen Situationen.